Mittwoch, 11. Februar 2026, 19 Uhr, Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, Kernen-Stetten. Julia Goll (FDP-MdL) im Gespräch: Die Polizei-Affäre Baden-Württemberg
Über drei Jahre lang beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss des Landtages Baden-Württemberg zur sogenannten „Polizeiaffäre“ mit Miss-Ständen bei der Polizei in Baden-Württemberg.
Ausgelöst wurde er durch Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und Merkwürdigkeiten bei der Beförderungspraxis des damaligen Inspekteurs der Polizei, des ranghöchsten Polizeibeamten in Baden-Württemberg.
Kurz vor Weihnachten 2025 legte der Ausschuss seinen Abschlussbericht vor.
Die Juristin Julia Goll ist Richterin a.D. und seit 2021 Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg für den Wahlkreis Waiblingen. Sie war die Obfrau der FDP-Landtagsfraktion im Untersuchungsausschuss.
Sie ist außerdem Mitglied des Gemeinderats Waiblingen und des Kreistages Rems-Murr.
Im Gespräch mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel berichtet sie über ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen im Untersuchungsausschuss mit der Einsicht in Tausende von Akten und der Vernehmung zahlreicher Zeuginnen und Zeugen. Ihre Schlussfolgerungen daraus unterscheiden sich sehr wesentlich vom Fazit der Regierungsparteien Grüne/CDU.
Eintritt frei
Hinweis: Die Idee, Frau Goll zu einer Veranstaltung bei der Allmende einzuladen, entstand nach der Lektüre eines Interviews in der Kontextwochenzeitung vom 3.12.2025. Dieses Interview ist untenstehend abgedruckt. Die Hervorhebungen in rot im Text sind von der Allmende-Redaktion.
Das folgende Zitat aus dem Interview, das im Mitteilungsblatt der Gemeinde in der Woche 6-2026 hätte veröffentlicht werden sollen, wurde von der Gemeindeverwaltung nicht zur Veröffentlichung zugelassen.
Die Begründung dafür ist nach dem Zitat abgedruckt:
„Im Gespräch mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel berichtet Frau Goll über ihre Erfahrungen. In einem Interview mit Kontext (auf unserer Webseite allmende-stetten.de) sagt sie: „Der Ausschuss hat die Gründe säuberlich herausgearbeitet, warum der Innenminister hätte zurücktreten müssen. Es bleibt ein Skandal, dass er selber daraus keine Konsequenzen gezogen hat. Das Gleiche gilt für den Ministerpräsidenten, der ihn hätte entlassen müssen.“
Mitteilung der Gemeindeverwaltung: „Leider kann der Beitrag in der vorliegenden Form nicht im Mitteilungsblatt Kernen im Remstal veröffentlicht werden. Grund hierfür ist, dass der Text politisch wertende Aussagen zu landespolitischen Vorgängen und Amtsträgern enthält. Nach dem Redaktionsstatut sind Veröffentlichungen von Vereinen und Organisationen auf sachliche Berichte und Terminankündigungen beschränkt; politische Kommentare, Bewertungen oder Stellungnahmen sind in diesen Rubriken ausdrücklich nicht zulässig.
Dies gilt auch dann, wenn entsprechende Wertungen nicht als eigene Meinung des einreichenden Vereins formuliert werden, sondern in Form von Zitaten wiedergegeben werden. Eine Umgehung der Vorgaben durch den Abdruck politisch wertender Aussagen als Zitat („Zitattrick“) ist nach dem Redaktionsstatut nicht möglich, da für die inhaltliche Wirkung des Beitrags maßgeblich ist, ob politische Bewertungen transportiert werden – unabhängig davon, ob diese als Zitat gekennzeichnet sind.“



