Montag, 4. Mai 2026, 19 Uhr, „Burgstüble“ (TV-Heim), Am Sportplatz 4, Stetten: Provinzielle Lebenswege mit Sportjournalist Oskar Beck

Oskar Beck, Jahrgang 1949, ist ein waschechter Stettener. Er gehört zu den Hunderten von Menschen, die zwischen 1943 und 1950 im hiesigen Schloss geboren wurden, als die Stuttgarter Frauenklinik aufgrund der Kriegsereignisse nach Stetten ausgelagert war.
Aufgewachsen ist er in Endersbach. Nach dem Abitur in Waiblingen beschloss er, Journalist zu werden. Bei der Waiblinger Kreiszeitung war der junge Beck Polizei- und Gerichtsreporter, aber auch für Gotthilf Fischer und seine Chöre zuständig. Danach wurde er Sportreporter und Ressortleiter bei den Stuttgarter Nachrichten.
Seit 1987 ist er freier Journalist und schrieb fortan u.a. für Zeitungen und Zeitschriften wie „SPORTS“, „Sport“ (Zürich), „Süddeutsche“, WELT, „Welt am Sonntag“. Außerdem erscheint seit 1996 seine wöchentliche Kolumne in der „Stuttgarter Zeitung“. Als schreibender Globetrotter hat er regelmäßig Olympische Spiele und die US-Superbowl-Finals besucht, und die Fußball-WM in diesem Sommer wird seine elfte sein.
In seinen Büchern „Und alles wegen Ali“ (2021) und „Tor in Stuttgart“ (2023) werden Becks Sportgeschichten zur Zeitgeschichte, er lässt den Leser teilhaben an den großen Gefühlen und zeigt zugleich, wie nahe sich Genialität und Größenwahn, Bescheidenheit und Eitelkeit, Aufstieg und Absturz kommen können. Becks Texte wurden mit diversen Journalistenpreisen gewürdigt. Vor dem Hintergrund seines unterhaltsamen, aber bei Bedarf auch unbequemen Schreibstils erklärte ihn der frühere VfB- und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder zur “Stradivari unter den Arschgeigen”.
Mit dem Allmende-Vorsitzenden Ebbe Kögel unterhält sich Oskar Beck über seinen Lebensweg.
Eintritt frei.

Oskar Beck, Foto privat