Donnerstag, 6. Juni 2024, 19 Uhr, Glockenkelter, Obergaß 43 (Hindenburgstr.), Stetten. Film: “Lützerath – gemeinsam für ein gutes Leben”. In Anwesenheit der Regisseurin Carmen Eckhardt

Lützerath, ein Weiler der Stadt Erkelenz in Nordrhein-Westfalen, 10 km südlich von Mönchengladbach, liegt am Rande von Garzweiler II, eines der größten deutschen Braunkohle-Tagebau Gebiete im Besitz des Bergbau- und Stromkonzerns RWE AG. Es sollte für die Erweiterung das Abbaugebietes abgerissen und die BewohnerInnen umgesiedelt werden.
Die Mobilisierung gegen den Abriss beginnt 2020, mit zahlreichen Demonstrationen, juristischen Verfahren und der letztendlichen Besetzung von Lützerath durch UmweltaktivistInnen.

20 Monate lang begleiten die FilmemacherInnen Carmen Eckhardt und Gerardo Milsztein die Menschen, die vor Ort Widerstand leisten. Sie stellen sich gegen die Zerstörung von Lebensraum und Natur durch RWE und gegen die klimaschädlichen Auswirkungen der Kohle-Verstromung. Die Aktiven von „Lützi“, wie sie es liebevoll nennen, eint ihre Utopie von einer anderen Welt. Mit recycelten Materialien werden Holzhäuser in den Bäumen und auf dem Boden gebaut. Es gibt Kultur, Festivals und Workshops. All das wird in täglichen Zusammenkünften hierarchiefrei organisiert, liebevoll, witzig, mitfühlend, selbstbestimmt und kreativ. Lützerath wird zum außergewöhnlichen Laboratorium für ein gutes Leben für alle.

Im Januar 2023 lässt RWE das Dorf von der Polizei räumen und vollständig abreißen.

Die Filmemacherin Carmen Eckhardt ist zur Vorführung anwesend und berichtet über ihre Erfahrungen bei den Dreharbeiten. Sie war schon mit ihren Filmen „Viktors Kopf“ und „Homo Communis“ in Stetten bzw. Stuttgart zu Gast.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Allmende mit den AnStiftern Stuttgart, dem Kommunalen Kino, BUND und Nachhaltiges Kernen.

Eintritt: 5 Euro, Jugendliche und Studierende frei.

Eingang zum Widerstands-Camp Lützerath, Foto SeeMore Filmverleih
Lützerath vor der Räumung, Foto SeeMore Filmverleih